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Dr. Senta Brandt ist Psychoanalytikerin (in Ausbildung) und hat 2023 an der Ruhr-Universität Bochum in Sozialwissenschaften am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie zum Thema Kritik der Positiven Psychologie promoviert. Sie war Stipendiatin des Hans Kilian und Lotte Köhler Centrums (KKC) für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie und ist Mitglied der Gesellschaft für Kulturpsychologie.

Publikationen

 

Mit der Positiven Psychologie trat um das Jahr 2000 eine Bewegung auf den Plan, deren Verfechter*innen die Psychologie und die Sozialwissenschaften um das Positive erweitern und so den Menschen zu einem gelingenden Leben verhelfen wollten. Seit dieser Zeit hat sie eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt und wurde binnen weniger Jahre zu einem wissenschaftlich etablierten Forschungsfeld.

Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen während des Psychologiestudiums untersucht Senta Brandt die Entwicklung der Positiven Psychologie. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und Werten und zeigt, dass ihr Programm entgegen dem Anspruch, eine objektive Wissenschaft zu sein, stark normativ aufgeladen und von strategischen Motiven geprägt ist.

 

Brandt, S. (2024). Kritik der Positiven Psychologie. Gießen: Psychosozial-Verlag.

https://www.psychosozial-verlag.de/programm/2000/2910/3239-detail

 

Die Positive Psychologie ist um die Jahrtausendwende mit einem umfassenden Forschungsprogramm angetreten: mit der Erforschung und Förderung positiver Emotionen, Charaktereigenschaften und Institutionen. Seither prägt sie nicht nur den psychologischen Diskurs maßgeblich mit, sondern ist auch in zahlreichen Anwendungsfeldern verankert. Doch welches Menschenbild und Handlungsmodell wird von dieser Psychologie eigentlich vertreten? Sind Glück und Wohlbefinden tatsächlich trainierbar wie ein Muskel? Wo soll zur Schaffung eines glücklicheren, produktiveren und resilienteren Menschen angesetzt werden? Nachdem zunächst metatheoretische Vergleichsperspektiven vorgestellt werden, macht sich der vorliegende Artikel auf die Spur wichtiger anthropologischer Grundannahmen. Zudem werden zur Rekonstruktion Menschenbilder aus den Wirtschaftswissenschaften und der (Klinischen) Psychologie herangezogen. Es zeigt sich, dass das Menschenbild und Handlungsmodell der Positiven Psychologie in vielen Aspekten als illusionär und veraltet zu beschreiben ist.

Brandt, S. (2024). Das starke Subjekt und seine Feinde. Das Menschenbild und                                Handlungsmodell der Positiven Psychologie. Psychosozial, 1(175), 30–44. 

https://psychosozial-verlag.de/programm/4000/4100/26721-detail

Vorträge

September 2023    Wissenschaft oder Weltanschauung? Der Positiven Psychologie auf der Spur.

      Vortrag im Rahmen der Tagung „Kritik (in) der Psychologie - historische,         

      sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven“ der Gesellschaft für 

      Kulturpsychologie und der DGPs-Fachgruppe Geschichte der Psychologie an

      der Ruhr-Universität Bochum

April 2024               Auf der Suche nach dem Happiness-Muskel. Der Positiven Psychologie auf der

                                Spur. Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kritische Interventionen in

                                 therapeutischen Spannungsfeldern“ der Gruppe Kritische Psychotherapie

                                 Köln/Bonn.

 sentabrandt.com 

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