Auf eine Tasse Fenchelaniskümmel-Tee

Wer bei einer Erkältung husten muss, wird das Husten nicht einfach abstellen können – selbst wenn er weiß, dass das den Hals reizt. Anständig wäre es dann, nicht den Erkrankten auszuschimpfen, warum er so einen Lärm macht, sondern ihm einen Tee zu reichen. Auf die Gedanken, dass er es sich dann erst recht gemütlich mache und die Erkältung nur durch Hustenunterdrückung zu verjagen sei, würde wohl niemand kommen. In unserem Kontext, bei dem das Symptom nicht Husten, sondern Erbrechen ist, könnte man zum Beispiel einen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee kochen. Ich setze schonmal das Wasser auf…


Risiken und Nebenwirkungen von Bulimie


Essstörungen können die Behandelnden und Angehörigen manchmal vor ziemliche Herausforderungen stellen. Manche wissen sich dann angesichts ihrer eigenen Hilflosigkeit nicht anders zu helfen, als immer wieder mit schweren körperlichen Folgen bis hin zum Tod zu drohen, um die Betroffene zur Aufgabe ihrer Essstörung zu ‚motivieren‘. Auch in der Prävention von Essstörungen wird oft mit den ‚unerwünschten Nebenwirkungen und Risiken‘ argumentiert. Als ob allein das Wissen um die Folgen vor der Erkrankung schützen könnte. Im Gegenteil trivialisiert es dieses komplexe Phänomen noch, insofern allein Edukation hinreichend wäre (diese Trivialisierung ist im Übrigen ebenso bei der Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu beobachten, bei der meist nur auf Schlankheitsideale fokussiert wird…).


Ebenfalls wird oft unterschätzt, dass die Betroffenen das Instrumentalisieren der Folgen meist intuitiv erahnen und letztlich jenen, die ihnen helfen wollen, noch weniger vertrauen. Auch ist der Effekt denkbar, dass - wenn die Folgen nicht eintreten -, das Gegenteil eintritt: nämlich, dass die möglichen Gefahren, unterschätzt werden (a la: „Na, wenn mein Kaliumwert doch ohnehin im grünen Bereich ist, kann es ja so schlimm nicht um mich stehen“).


Wünschenswert ist also eine neutrale Aufklärung über mögliche Folgen, die diese weder verharmlost, aber auch nicht überdramatisiert. Statt Drama wäre vielfach ein nüchterner Blick angebracht, der die Betroffene in ihrem Leiden ernst nimmt, sie nicht infantilisiert oder sie mit paternalistischen Gesten vor ihrem ‚Dämon‘ ‚zu schützen‘ versucht. Wie gesagt: angesichts der Hilflosigkeit kann ich solche Gesten durchaus nachvollziehen (nämlich oft auch und va um sich vor dem Gefühl der eigenen Hilflosigkeit zu schützen), vertrete hier doch aber eindeutig die Partei der Betroffenen, welchen mit solchen Gebaren recht wenig geholfen ist.


Wenn man in dieser Weise ernst nimmt, dass Essstörungen bzw. die Behandlung bis Heilung einer Essstörung keine Frage der Motivation ist oder eine Heilung gar mit ein bisschen Training, Umlernen bis hin zu Zwang zu erreichen ist, sondern einer immensen Tiefenarbeit bedarf, empfinde ich es mehr als ethisch, auch zu thematisieren, wie die ‚unerwünschten Nebenfolgen‘ gemildert werden können.


Wollen wir ferner die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen vorantreiben, darf es kein Tabu sein, auch über Faktoren zu sprechen, die zwar das große seelische Leid nicht lindern können, aber doch helfen können, zumindest unterwünschte und unintendierten Handlungsnebenfolgen zu begegnen, sie ggf zu minimieren.


Ferner muss wohl noch an dieser Stelle betont werden, dass allein durch die Thematisierung oder Nennung des Wörtchens Erbrechen oder Kotzen, niemand eine Bulimie entwickelt oder reflexartig auf die Toilette rennt. Eine ‚Triggerwarnung‘ wie sie zuhauf in Psy-Diskursen in den sozialen Medien ausgesprochen werden, ist also nicht nötig.


Vorweg: ich bin keine Ärztin. Da Bulimie aber ein äußerst schamhaft besetztes Thema ist und daher die Hemmschwelle mit MedizinerInnen darüber zu sprechen recht hoch sein kann und körperliche Auswirkungen in der Psychotherapie mancherorts immer noch ein bisschen vernachlässigt werden, erachte ich es als sinnvoll, hier die gesammelten Infos weiterzugeben, die aus Erfahrungswerten und dem Austausch mit (ehemaligen) Betroffenen, Therapeutinnen und auch Ärztinnen erwachsen sind.


Wer noch weitere Empfehlungen hat, kann mir diese gerne zukommen lassen (per Insta oder Kontaktformular auf der Homepage). Ich werden den Beitrag dann entsprechend ergänzen (natürlich anonym). Kotz-Tipps oder Anmerkungen, die als solche verstanden werden könnte, werde ich nicht veröffentlichen. Das versteht sich von selbst.


Vielleicht kann so eine Art ‚Survival Guide bei Bulimie‘ zusammengestellt werden, der nicht nur dazu dienen soll auf die Risiken aufmerksam zu machen, sondern auch konkrete Ratschläge an die Hand gibt, welche Verhaltensweisen frau tun und vermeiden sollte, um die Langzeitfolgen nicht noch zu verschlimmern.


Der Bulimie- Survivial- Guide


Bulimie fühlt sich echt an wie die Hölle. Und vorweg: Erbrechen, Abführen etc. ist gesundheitsschädlich: also don‘t do it, wenn du kannst… und grade darin liegt ja oft das Problem: wenn die Betroffenen es so einfach lassen könnte, würden sie es nicht tun! Dieser Absatz ist also vor allem für die Moralapostel geschrieben. Ich schreibe hier zu mündigen Frauen (und wohl auch ein paar Männern: seid gegrüßt! ), die selbst sehr gut entscheiden können, wie sie das Gelesene einordnen.


Dennoch möchte ich natürlich an dieser Stelle auch vor dem höllischen Kreislauf, der durchs Erbrechen in Gang gesetzt werden kann und zumeist: wird, eindringlich warnen. Einmal ist hier fast nie keinmal. Gleichwohl weiß ich, dass die Verzweiflung manchmal so hoch werden kann, dass frau sich nicht anders zu helfen weiß. Nichts liegt mit daher ferner als eine moralische Bewertung des Verhaltens. Wer erbricht ist deshalb kein schlechter Mensch. Und auch ekelhaft ist sie deshalb nicht. Oft ist sie einfach sehr verzweifelt.


Und an die- bzw. denjenigen, der/die Essanfälle anderes, gar nicht, noch nie oder nicht mehr purgatorisch oder laxativ kompensiert, sei gesagt: dein Leid ist genauso vailde und real! Die ‚Schwere‘ einer Essstörung zeichnet sich nicht an äußeren Merkmalen wie Gewicht oder Verhaltensweisen ab, sondern am subjektiven Empfinden - wie ja auch die Schmerzwahrnehmung ein subjektives Phänomen ist. Wenn du also das Gefühl hast, du machst Sachen, die du eigentlich nicht willst, dann kann ich nur raten, dir Hilfe von Profis der ‚Eigentlichkeit‘ zu suchen, die dir dabei helfen, dich zu verstehen.


Wie viel Lebenskraft selbst niedrig-frequentes Kotzen etc. kostet, wird mancher erst so richtig in der Rückschau klar. Neben den möglichen Langzeitfolgen wie sozialem Rückzug, Depression, Leistungsabfall, finanzielle Schwierigkeiten, Konzentrationsproblemen etc. möchte ich mich hier ganz pragmatisch auf die körperlichen Folgen konzentrieren. Wenn überhaupt Tipps und Ratschläge im Kontext von Bulimie gegeben werden können, dann sind es wohl diese - in sehr deutlicher und klarer Sprache geschrieben:


MINERALSTOFFE


Der Elektrolythaushalt wird, wie der ganze Körper, durch Erbrechen oder Abführen ganz schön durcheinander gebracht, mit Auswirkungen auf alle Körperorgane v.a. Herz, Nieren, Darm, aber auch der allg. Reizweiterleitung in sämtlicher Muskulatur. Daher ist es ratsam, die Blutwerte regelmäßig vom Arzt checken zu lassen. Vor allem der Kaliumwert sollte im Auge behalten werden. Ob entsprechende Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sind, kann dann beim Arzt auch gleich besprochen werden. Zu viel Kalium ist ebenso schädlich wie zu wenig, daher empfiehlt es sich mit Kalium-Supps nicht in Eigenregie zu experimentieren. Wenn man sich noch traut, Bananen zu essen, sind die eine gute Kaliumquelle. Wer keine Bananen essen mag, kann mal über Kokoswasser nachdenken. Aber: eine Banane mehr oder weniger ist, genauso wie Kokoswasser, natürlich nicht überlebensentscheidend.


Und noch etwas: Auch wenn die Blutwerte im grünen Bereich liegen , ist das kein Grund, sich als schlechte Bulimikerin zu fühlen! Der Körper zehrt vielleicht noch von letzten Reserven, die genetisch unterschiedlich verteilt sein können. Wann diese aufgebraucht sind, weiß kein Mensch. Wenn‘s dann aber soweit ist, kanns schnell gehen: leider nur bergab, manchmal auch ins Grab. Daher ist hier Vorsichtig doch die Mutter der Kaliumkiste und Blutwertecheck alle paar Wochen (oder in höherer Frequenz) eine sinnvolle Sache. Wer dem Arzt (noch) nicht vertraut oder sich wegen seiner Bulimie schämt (was sie nicht muss), darf hier auch gerne erfinderisch sein und den Arzt ‚einfach so‘ um ein Blutbild bitten oder sich einen anderen Grund einfallen lassen (‚langanhaltende Müdigkeit‘ zum Beispiel – das ist oft ja auch gar nicht mal so weit von der Wahrheit entfernt..).


ZÄHNE


Der Zahnschmelz wird durch die Magensäure angegriffen (das im Übrigen auch schon, wenn frau nicht ‚bis zum bitteren Ende‘ erbricht!). Daher unmittelbar nach dem Erbrechen NICHT die Zähne putzen, sonst reibt sich die Säure erst richtig rein. Besser ist es, mit Wasser zu spülen. Manche lösen auch ein wenig Kaiser-Natron in Wasser auf und gurgeln damit, um die Säure zu neutralisieren (hier fehlt ein medizinischer Proof, ob das tatsächlich ratsam ist). Wer Anschluss Termine hat, kaut besser Kaugummi oder nutzt eine milde Mundspülung mit Aminofluorid als sich die Zähne zu putzen. Nachdem ein wenig Zeit (ca. 1 h) verstrichen ist, empfiehlt sich das Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste. Wohl gibt es auch eine Zahnpasta in lilafarbener Verpackung von einer großen Zahnpasta-Marke, die für diese ‚besonderen Bedürfnisse‘ geeignet erscheint. Auch E-Gelee einmal die Woche angewendet, kann zur Remineralisierung der Zähne hilfreich sein.


NASEN und RACHEN


Nasenschleimhaut: auch die Nasenschleimhaut kann durch die Säure angegriffen werden. Spezielles Nasen-Öl (Apotheke) kann da ein wenig Linderung verschaffen. Auch Rachen und Speiseröhre werden angegriffen. Der Mageneingang kann erschlaffen, Sodbrennen die Folge sein.


DARM


Eine der am schmerzlichsten, da unmittelbarsten und unliebsamsten Folgen ist die Auswirkungen auf die Verdauung. Während für Niere und selbst das Herz mitunter recht wenig Empathie aufgebracht wird, meldet sich der sensible Darm oft lautstark zu Wort oder verstummt ganz, geht in den Streik und verweigert die Arbeit komplett. Wer will es ihm verübeln… Daher ist der Missbrauch von Abführmitteln oft nicht so sehr dem Wunsch nach Schlankheit geschuldet. Oft wissen die Betroffenen, nachdem man ihnen das einmal erklärt hat - oder sie es sich selbst selbst getreu des Mottos „Kenne deinen Feind“ jegliches Wissen über Körperfunktionen angeeignet haben - dass die Nährstoffresorption größtenteils im Dünndarm stattfindet; Abführmittel aber im Dickdarm (also ‚zu spät‘) wirken. Die meisten Betroffenen haben schon verstanden, dass man durch Abführmittel nicht abnimmt…Dreimal muss man es ihnen nicht erklären, die Gehirnfunktionen bleiben trotz Erbrechen meist relativ lang sehr gut erhalten.


Trotz des Wissens, dass frau mit Abführmitteln nicht abnimmt, wissen sich viele nicht anders zu helfen. Grade wenn das Übergeben nicht klappt, ist frau angesichts der ungeheuren Nahrungsmassen in sich oft stark verzweifelt. "Hauptsache raus", die Devise. Auch wird bei reinem Verhaltenstraining oft gelernt, sich das Übergeben abzutrainieren. Wenn die ubw Dynamik aber weiterhin wirksam ist, ist das Risiko gegeben, dass sich das Symptom zB einfach in Richtung Reizdarm verlagert. Zwar wird nicht mehr erbrochen, aber das, was in ihr ist, gilt weiterhin als Feind. Allein die Vorstellung, dass da etwas (Ich- Fremdes, ‚ekelhaftes‘, unreines) in ihr ist, was sich ihrem Willen widersetzt, verursacht immensen Stress – der Feind einer geruhsamen Verdauung, die ja grade die parasympathische Aktivierung braucht.


Neben dem ganzen Microbiom- Pflaumeneinweichen – Sauerkrautsaft – Flohsamenschalen – resistente Stärke – Fenchel-Anis-Kümmel-Tee- Programm lohnt sich also auch hier ggf. eine therapeutische Aufarbeitung, sodass sich dann die Verdauung in Ruhe regenerieren kann. Außerdem der Dauerbrenner: Geduld. und Hoffnung nicht verlieren.


ERSTICKEN


Ersticken ist grundsätzlich, aber auch vor allem dann eine Gefahr, wenn man aus lauter Verzweiflung statt ‚manuell' zu erbrechen zu anderen Gegenständen als der Hand greift. Ich bin echt kein Fan davon, Folgen zu dramatisieren und ständig mit dem Tod zu drohen, aber ernst nehmen, muss man ihn doch. Das gilt vor allem hier: Die Gefahr sich an den Gegenständen zu verschlucken ist tatsächlich beträchtlich und die Vorstellung, tot neben dem Klo aufgefunden zu werden, hoffentlich hemmend genug. Falls nicht (und bei Bulimie ist die Suizidrate mitunter höher als in der Allgemeinbevölkerung) bitte zunächst die Rettung, Notdienst, FreundInnen, Nachbarn rufen. Auch wenn ich mich sonst mit ontologischen ‚Es gibt‘ zurückhalte, hier ganz deutlich: Es gibt einen Ausweg selbst aus dem dunkelsten Verzweiflungsabgrund. Grade dort, wo es am Dunkelsten ist, reicht ein minimaler Funke um alles zu Erleuchten…und diesen Funken gibt es. Auch für dich: also 112 rufen!


BLUTERBRECHEN


Ist im wahrsten Sinn des Wortes: Gefahrenstufe rot! Rufe den Notarzt oder die Rettung (üblicherweise: Tel: 112). Die haben schon einiges gesehen, da brauchst du dich echt nicht schämen. Falls doch, ist auch hier eine kreative Auslegung der Wahrheit ausdrücklich erlaubt: sag‘, du hast was Schlechtes gegessen, zu viel getrunken, Magen-Darm-Virus – was auch immer! - und dann eben Blut erbrochen und nun hast du Angst, brauchst Hilfe, einen Arzt. Manchmal kann dieser die Sache sogar entdramatisieren, indem er dich genau untersucht und sagt: nochmal Glück gehabt, das kam wohl nur von einer Schürfwunde im Rachen – in anderen Fällen, wird er sagen: na da haben sie ja nochmal in letzter Sekunde Glück gehabt und grade so ihr Leben gerettet!





Viele der Folgen sind reversibel. Unser Körper ist ein wahres Wunder. Aber das dauert eine Zeit. Da hat jeder Körper sein eigenes Tempo. Der Verweis darauf, dass andere Menschen, die zum Beispiel jedes Wochenende ihre Realitätsflüchte und/oder Ekstase mit Alkohol feiern und viele davon sich auch regelmäßig erbrechen (vor allem in jungen Jahren), ergo das Erbrechen garnicht so schlimm ist, kann ich nicht zustimmen. Natürlich ist so ein bisschen Erbrechen für die meisten (je nach Grundkonstitution) nicht gleich tödlich und im Allgemeinen ist unser Körper auch recht robust. Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen. Allerdings wollen wir uns unsere Vergleichshorizonte doch weise wählen. Denn auch die Party-Brecher, werden früher oder später mit den körperlichen Folgen ihres Handelns leben müssen, die bei ihnen, wenn sonst gesund und munter, auch garnichts so gravierend ausfallen dürften. Bulimie ist jedoch eine 24/7 Belastung für das gesamte Körpergeist-System, also nicht mit Gelegenheitsfeiern am Wochenende zu vergleichen.

Darauf, dass die sich entwickelnde Eigendynamik nicht zu unterschätzen ist, habe ich bereits ja auch schon zu Beginn hingewiesen.


Eine Essstörung ist keine Comfort Zone


Last but not least sei nochmal gesagt, dass es hier nicht darum geht, sich in der Bulimie gemütlich einzurichten: Die Zähne werden leiden – auch wenn du alles für die Zahnpflege tust. Jeder der sich ein bisschen auskennt, weiß aber auch, dass allein die Verwendung der Wörter 'Bulimie' und 'Gemütlichkeit' in einem Satz nicht unpassender sein könnte. Das sei auch allen Comfort-Zone-ApellmeisterInnen gesagt: eine Essstörung ist eo ipso keine Comfort Zone. Appelle sich aus einer Comfort Zone hinaus zu bewegen, können daher höchstens als Appell, sich weit von dem AppelmeisterIn zu entfernen, verstanden werden. Hol dir lieber Hilfe, von jemanden, der nicht nur in Appellen, Imperativen (Befehlsform) und Tipps spricht.


Probiere dich durch die Therapieansätze, bis du etwas und vor allem: jemand Passendes gefunden hast. Vertraue darauf, dass dein Handeln sinnvoll ist und du kein schlechter Mensch bist. Wahrscheinlich fühlst du dich mitunter verzweifelt, hilflos, ohnmächtig und hast das Gefühl die Kontrolle verloren zu haben. Bulimie ist wahnsinnig anstrengend: eben wahn-sinn-ig. Da ist Sinn enthalten! Du handelst nicht, weil du gestört, verrückt, faul, gierig oder sonstwie moralisch verwerflich bist. Lediglich der Zugang zum Sinn-Verstehen ist ein wenig verstellt.. ein wenig ver-rückt.


Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht, weckt diese Perspektive sogar ein wenig Neugier, den Sinn, der hinter dem eigenen Handeln steckt herauszufinden. Sich dem Sinn anzunähern, mit einem von Moral und Selbstverurteilung ungetrübten Blick. Neutralem Interesse an der eigenen Person, dem eigenen Handeln und der eigenen Lebendigkeit. Häufig ist dazu eine andere Person hilfreich.


Und vor allem: der unbedingte Glaube, es da raus zu schaffen. Im eigenen Tempo.

Da ist Licht. Und in dir eine Menge Kraft.


Und bis dahin: Auf eine gute Tasse Tee! Ich glaube, dass Teewasser ist schon längst fertig...


Alles Liebe


Deine

Senta Brandt

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