Yoga für Bodybuilder und Kraftsportler


Arnold Schwarzenegger und Franco Columbo taten es und übten - dokumentiert in Pumping Iron - in den 1970ern Ballett; Dorian Yates und Ben Pakulski tun es und schwärmen neuerdings von Yoga; und immer mehr Frauen scheuen nicht davor zurück, es zu machen und greifen beherzt zur Langhantel. Sie alle überwinden verkrustete Geschlechterklischees und lassen sich nicht von Vorurteilen gefangen nehmen. Bist auch du bereit, zu wachsen und die Grenzen in deinem Kopf zu sprengen?


Pump dein Yogawissen auf


Yoga – und ich meine jetzt nicht die Aerobic-Stunde, die sich ‚Yoga-Flow‘ nennt, zu der deine Mutter jeden Sonntagvormittag geht – ist die älteste Transformationswissenschaft der Welt und war vormals Männern vorbehalten, die das Maximum aus sich herausholen wollten. Tagelang nichts essen: no problem. Im Eis Wim Hof Modell sitzen: no problem. Bein hinterm Kopf und trotzdem locker durch die Hose atmen: easy! Todesangst: Fehlanzeige! Alles ziemlich bad ass und so gar nicht pussy, wenn du mich fragst.


Mit Hardcore Yoga zu mehr Willenskraft und Konzentration


Und dem Bodybuilding gar nicht so unähnlich: auch dort müssen unter Extrembedingungen körperliche Höchstleistungen das schier Unmögliche vollbracht werden. Ein 24/7-Job, bei dem nicht zuletzt entscheidend ist, wer seinen Geist am besten unter Kontrolle hat. Nicht anders beim Krafttraining: mit 240kg in der Beuge muss der Geist voll da sein und seinem Herrchen bzw. Frauchen gehorchen. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und es hat sich ausgebeugt.

Auch wenn es vordergründig nur um den Körper geht, weiß jeder, dass am Ende die Willensstärke und Kraft des Geistes entscheidend ist. Doch obwohl ein fokussierter Geist oft der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist, macht sich kaum einer Gedanken, diesen gezielt zu trainieren. Yoga nutzt den Körper und trainiert mit ihm genau die Willensstärke und Konzentrationsfähigkeit, die du brauchst, um auch in Extremsituationen Höchstleistungen zu vollbringen.


Side-Gainz


Und nebenbei wirst du auch noch mobiler und geschmeidiger – um über die volle ROM trainieren zu können, ja auch nicht ganz uninteressant. Sich irgendwie in die Asanas (Körperpositionen) des Yogas zu hängen schafft jeder, aber aus jedem Asana eine Plank machen, jede Muskelzelle unter Extrembedingungen, beispielsweise wenn die Beine mal wieder den Kopf umarmen wollen, zu aktivieren und dennoch locker durchzuatmen: das ist wahres Yoga!


Verbesserte Propriozeption


Yoga verbessert durch die bewusste Einnahme der vielfältigen Körperpositionen (Asanas) außerdem die Propriozeption und kinästhetische Wahrnehmung (die Wahrnehmung der Lages des eigenen Körpers im Raum und der Körperteile zueinander). Das überträgt sich nicht nur auf eine verbesserte Körperhaltung, sondern führt auch dazu, dass du komplexe Bewegungsabläufe wie Kniebeuge und co. sauberer ausführen und deine Muskulatur gezielter ansteuern kannst. Für Bodybuilder ist die feine Ansteuerung der Muskulatur nicht nur im Training, sondern auch für das perfekte Posing unumgänglich. Unter diesem Gesichtspunkt ist jedes Asana ein Kunstwerk für sich – die Yogapraxis eine Posingkür der Extraklasse.

Raus aus der Comfort-Zone


Yoga arbeitet im Grenzbereich: willst du zu viel, macht der Körper dicht und nichts geht mehr. Willst du zu wenig… nun ja, dann bleibst du eben da, wo du bist.

Also genau dort, wo du auch bleibst, wenn du dich weiterhin von deinen Vorurteilen gefangen nehmen lässt. Willst du wirklich wachsen – körperlich und geistig – dann trau dich raus aus der Comfort-Zone, suche dir eine gute Yogalehrerin und fang an, dich auch geistig weiterzuentwickeln. Deine langfristigen Gainz werden es dir danken!


Noch mehr Vorteile über Yoga für Athleten findest du hier.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Typische, Atypische und Einzigartige

Kein Hirt und Eine Heerde! Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in's Irrenhaus. Zarathustras Vorrede (Friedrich Nietzsche) Es war einmal, vor langer Zeit, da leb

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Was ich im kürzlich veröffentlichten IG-Post ein bisschen flipsi-flapsig mit „Get in your comfort zone“ formuliert habe, hat einen durchaus ernst gemeinten Hintergrund bzw. lässt sich natürlich auch a